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Pießling Ursprung - Sensenthemenweg Roßleithen

Dauer: ca. 20 Minuten
Länge/Höhenmeter: ca. 1km/-
Schwierigkeit:
Info: Wasser in Massen
Bewertung:

er "Pießling Ursprung", dabei handelt es sich um eine der größten Karstquellen Europas.

Ein netter Sonntagsspaziergang für die ganze Familie. Keinesfalls auch nur irgendwie anstrengend.
Die beste Zeit zum Pießling gehn, ist natürlich der Hochsommer, dann wenn's knallheiß ist. Die permanente Wassernähe, die einem beim Spazieren begleitet, wirkt dann nämlich besonders erfrischend.

Wir parken uns zunächst beim Gasthof Sengsschmied in Roßleithen ein. Ab dort beginnt auch schon der Roßleithen Sensenthemenweg, der uns am Ende zum Pießling Ursprung führen wird.

Gleich zu Beginn gibt's einen großen Schwanzhammer zu bewundern. Die Leute hier ham' schon früh verstanden sich geschickt, die Kraft des Wassers zunutze zu machen. Die Geschichte der Sensenherstellung in Roßleiten reicht zurück bis in's Jahr 1594. Sensen wurden schon damals und werden hier in Roßleithen noch immer hergestellt.

Nur ein paar Schritte weiter bergab, stehn wir auch schon vor dem Mähmesserwerk der Firma Schröckenfux. In einem Schaukasten kann man sich einige der Sensenmodelle ansehen.

Die Chronik des Sensenwerks Roßleithen gelesen, führen uns die nächsten Schritte zur angeblich größten Sense der Welt!.  Ein echt imposantes Gerät. Diese Sense wär sicher was für den Riesen aus den Swarovski Kristallwelten von Andre Heller. Naja, ein paar Swarovski Kristalle müße man halt noch draufgeben, der Riese ist da immer sehr pedantisch.
Sonst fällt mir jedenfalls auf Anhieb niemand ein, der mit dieser Riesensense auch wirklich etwas anfangen könnte ;-)

Der eigentliche Star dieses Spaziergangs, die "Pießling" selbst, wird ab nun immer präsenter. Der Weg führt uns nun in unmittelbarer Wassernähe gemächlich bergan. "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, Klipp Klapp...".
Ein schönes Stück Wegs.

Etwas später queren wir die Pießling auf einer kleinen Holzbrücke. Ein schmaler Weg zweigt vor der Brücke zur alten Stummermühle ab. Wir aber wandern weiter gen Talschluß.
Links neben uns, zwischen uns und der Pießling, verläuft ab nun unübersehbar eine dicke schwarze Eisenröhre.
Dabei handelt es sich um eine Wasser-Druckleitung. Das Wasser der Pießling wird am Quelltopf dem Pießling Ursprung entnommen, und über diese Druckleitung einem kleinen E-Werk zugeführt. Brr. echt kalt das Ding, wenn man es angreift.

Nicht mehr weit und wir erreichen das Ende des gut ausgebauten Weges. Eine kleine Infotafel zum Pießling Ursprung klärt uns über alle Details zur Quelle auf. Wer hätte das gedacht.
Gespeißt von Niederschlägen am Warscheneck (94 km2) liefert die Quelle 170 Millionen Liter Wasser pro Tag im Sommer, und 20 Millionen Liter pro Tag im Winter. Buff.
Angeblich ham da auch die Wiener schon mal angeklopft, wegen dem Wasser, No na. Eine imposant gewaltige Wassermenge.

Ab nun wird der Weg etwas holpriger. Die letzen Meter zum Urspung geht's, nun nicht mehr behindertengerecht, über einen mäßig befestigten Weg weiter. Dann stehn wir aber auch schon da, vor dem Quelltopf.

Schaut irgendwie dann aber gar ned so überwältigend aus. Täuscht aber. Der Quelltopf ist angeblich mindestens 30 Meter tief hier! Und ein paar Taucher sind da wohl auch nie wieder rausgekommen, sagen's, d' Leut.
Drum darf heuzutage da auch niemand mehr tauchen...

Wir lauschen noch ein wenig dem Plätschern des Wassers, und wandern dann wieder gemächlich hinaus, zum SengsSchmied Gasthof. Netter Spaziergang, gut abgekühlt :-)

 

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